Ergebnisse nach 5 bis 7 Jahren bestätigen dauerhafte Fixierung und gute Voraussetzungen für spätere Revisionen
Die langfristige Fixierung der Glenoidkomponente stellt weiterhin eine der grössten Herausforderungen bei der anatomischen Schulterendoprothetik (TSA) dar. Gleichzeitig gewinnt der Erhalt zukünftiger Revisionsoptionen zunehmend an Bedeutung, da die Anzahl der Schulterendoprothetikoperationen steigt und die Erwartungen der Patienten zunehmen.
In diesem Artikel stellen wir eine unabhängige Studie vor, in der die mittelfristigen Ergebnisse des SMR TT Hybrid Glenoid bewertet werden, des ersten konvertierbaren Hybrid-Glenoids mit einem zentralen Zapfen aus Trabecular Titanium. Mit einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 6,5 Jahren und Ergebnissen über einen Zeitraum von bis zu sieben Jahren liefert die Studie wichtige Evidenz zur klinischen Leistungsfähigkeit, zur Dauerhaftigkeit der Fixierung und zum Revisionspotenzial dieses Implantatdesigns.
Die Ergebnisse waren in den klinischen und radiologischen Beurteilungen sowie hinsichtlich des Implantatüberlebens positiv:
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90 % der Patienten gaben an, mit ihrem klinischen Ergebniss entweder „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“ zu sein.
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76,1 % der Schultern erzielten ein gemäss dem Neer Outcome Rating System „ausgezeichnetes“ Ergebnis.
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Bei der abschliessenden Nachuntersuchung wurde ein mittlerer ASES-Score von 91/100 erreicht. Dies weist auf eine sehr gute Schulterfunktion und Schmerzlinderung hin.
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Im Vergleich zu den präoperativen Werten wurden signifikante Verbesserungen bei der aktiven Vorwärtselevation und der Außenrotation festgestellt.
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Während der gesamten Nachbeobachtungszeit wurden keine Fälle einer röntgenologisch nachweisbaren Glenoidlockerung oder Glenoidosteolyse gemeldet.
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Die Implantatüberlebensrate des zentralen Trabecular-Titanium-Zapfens lag bei der abschließenden röntgenologischen Beurteilung bei 98,9 %.
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Eine röntgenologisch stabile Fixierung blieb über mehr als sieben Jahre erhalten.
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In revisionspflichtigen Fällen erfolgte eine erfolgreiche Konversion auf eine inverse Schulterendoporthese. Dabei diente der gut fixierte zentrale Trabecular-Titanium-Zapfen als Basis für das inverse Konstrukt, sodass die glenoidale Knochensubstanz erhalten werden konnte.
Diese Erkenntnisse sind von besonders relevant, da sie die doppelte Funktion des Trabecular-Titanium-Zapfens unterstützen: Er ermöglicht eine dauerhafte biologische Fixierung bei der primären antomischen Schulterendoprothetik und gewährleistet gleichzeitig eine stabile Plattform für den Fall, dass zu einem späteren Zeitpunkt eine Umstellung auf inverse Porthese erforderlich werden sollte.
Klinische Schlussfolgerung
Dieser erste Bericht zu den mittelfristigen Ergebnissen des SMR TT Hybrid Glenoid belegt hervorragende klinische Ergebnisse, eine hohe Patientenzufriedenheit, eine dauerhafte Fixierung sowie eine bemerkenswerte Implantatüberlebensrate des Implantats bis zu sieben Jahre nach der Operation. Das Ausbleiben von Glenoidlockerungen und die Möglichkeit einer erfolgreichen Konversion auf eine inverse Schultertotalendoprothetik unter Erhalt der Knochensubstanz unterstützen den Einsatz des SMR TT Hybrid Glenoid als zuverlässige Lösung für eine langfristige Fixierung und den Erhalt zukünftiger Revisionsoptionen.
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